going exiLE, going Zureich (2)

Die Uni Zürich (UZH) hat ein ausgefeiltes Gleichstellungskonzept, wovon sich so manche deutsche Universitäten eine Scheibe abschneiden könnten. Auch künstlerisch setzt die UZH ein Zeichen und ließ keine andere als Pipilotti Rist, eine bedeutende (Video)künstlerin, ein überdimensionales Chaiselongue im Lichthof aufstellen. Das Muster zeigt in verschnörkelter Schrift den Namen Emilie Kempin-Spyri, die 1885 die erste Schweizerin war, die an der Universität Zürich ein Jurastudium aufnahm und sogar 1887 promovierte.

Aus dem Gleichstellungsporträt der UZH erfährt man noch: „Die Chaislongue ist mehr als eine Chaiselongue. Sie ist ein Symbol, mit dem wir die Pionierrolle von Emilie Kempin-Spyri für die Gleichstellung von Frau und Mann würdigen. Ihrem Einsatz ist es unter anderem auch zu verdanken, dass der Kanton Zürich ab 1898 Frauen zur Advokatur zuliess.“
Es sei angemerkt, dass die Schweiz in Sachen Frauenwahlrecht Schlusslicht war. Denn noch 1959 lehnte sie via eidgenössischer Abstimmung jenes ab, während sie 1971 endlich zustimmte.

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