Braunes Kunstwerk in Bamberg?!

Beim allabendlichen TV-Zapping blieb ich einmal mehr bei der pseudowissenschaftlichen Sendung Galileo hängen und rieb mir verwundert die Augen.
Im Beitrag über das „Rucksackhaus“ in Bamberg präsentierte der deutsche Künstler Stefan Eberstadt seine neue Installation – eine Holzkonstruktion, die wie ein „Rucksack“ an die Außenfassade eines Wohngebäudes angehängt wurde um zusätzlichen Wohnplatz zu schaffen. Doch was hat sich der Künstler bei der visuellen Gestaltung seiner Installation gedacht? Erstaunlicherweise scheint niemandem etwas aufgefallen zu sein.

Bin ich etwa der einzige, bei dem dieses braune Skulptur gewisse Assoziationen hervorruft, die ich sonst nur aus dem Geschichtstunterricht und zahlreichen N24- und Phoenix-Dokumentationen kenne?!
Ist es nur Zufall, dass der zusätzliche Lebensraum an der Ostseite des Gebäudes geschafft wurde?

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9 Antworten zu Braunes Kunstwerk in Bamberg?!

  1. lorapops schreibt:

    Rhetorische Fragen sind die Perversion des Bedeutungsschwangerseins.

  2. lorapops schreibt:

    Und bist Du der Einzige, der „gewisse Assoziationen“ lediglich aus jahrezurückliegender sowie Mattscheibengeschichtsvermittlung erhält, und sich nicht mal mit offenen Augen – nach der Reibung – der Realität stellt?!

    • pennapops schreibt:

      Soweit ich weiß, ist diese Skulptur, sofern wir nicht in der Matrix leben, real. Auch wurde sie mir nur dadurch ersichtlich, indem ich „nach der Reibung“ meine Augen öffnete. Angesichts dessen, dass sich, in den 6 Monaten seitdem die Skulptur an der Fassade hängt, keinerlei Antifa-Gruppierungen zu Protestaktionen versammelt haben und jegliche Versuche ausblieben die Installation aus ihren Ankern zu reißen und die Google-Suche nach „Bamberg Rucksackhaus Hakenkreuz“ keinerlei relevante Einträge ergibt, bin ich scheinbar der einzige Internet-Pos(t)er, bei dem dieses „Kunstwerk“ überhaupt NS-bezogene Assoziationen hervorruft.
      Die Ergebnislosigkeit meiner Google-Suche könnte aber auch einfach daran liegen, dass sich niemand dazu entschloss, das Wort „Hakenkreuz“ ungeniert auszuschreiben und stattdessen subtilere Andeutungen wählte. Z.B. mit Hilfe stilistischer Mittel wie der rhetorischen Frage…

  3. Helmut schreibt:

    Ich kann mich noch an dieses Spektakel erinnern mit dessen Medienpräsenz. Auch wenn dieser braune Block in der tristen Wohngegend Bambergs nett anzuschauen ist, war dieser ganze Trommelwirbel reine Selbstinszenierung des Architekts, der oben namentlich erwähnt wird. Ich bedanke mich trotzdem für die künstlerische Bereicherung.

  4. C. Jahn schreibt:

    Sehr wohl habe ich nach dem ersten Zeitungsbericht im Frühjahr 2011 über dieses völlig offensichtliche riesige braune Hakenkreuz deutlich darauf reagiert (auf http://www.cjmedia.de/Hoftuer). Bei persönlicher Besichtigung des Objektes wurde bestätigt, worum es sich handelt!
    Ich habe auch den Bamberger OB angeschrieben, auch eine Antwort bekommen, aber offenbar WILL niemand – er erst recht nicht – das Hakenkreuz sehen, vielleicht auch, weil man dann bemerken und womöglich zugeben müsste, dass man einer Nazi-Propaganda aufgesessen ist.
    Etwas anderes ist das nämlich nicht!
    CJ

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