Ghettoingen (1)

Das schwarze Brett der Uni Göttingen (aka Ghettoingen) ist immer mal wieder für eine Überraschung gut. Besonders im September erreicht der Unterhaltungswert seinen Höhepunkt wenn sich eine neue Schar naiver SchulabgängerInnen auf einen neuen Lebensabschnitt vorbereitet.

Die kleine Vivien, angehende Lehramtsstudentin, hat sich dabei besonders viel Mühe gegeben und handschriftlich eine künstlerisch aufwändige Anzeige für eine WG-Neugründung verfasst, die sehr aus der Masse hervor sticht.

Die rot umrandete schwarze Schrift, das Smiley am Ende, aber besonders der Zick-Zack-Scherenrand waren mir aber dann doch zu viel des Guten, weshalb mir ihre Anzeige von nun an als Rohstoff zum Drehen von filter tips dient. Bei einem fast DIN A2 großem Blatt wohl ein Jahresvorrat. Was hat sie sich dabei gedacht? Dass ihr ein einziges großes gelbes auffälliges Plakat gleich eine WG bescheren würde? Tja, liebe Vivien, willkommen im echten Leben! =)

Um die Frage nach dem „Wieso?“ zu beantworten: Ich weiß es nicht. Liegt es an meinem, nach 10 Semestern Biologiestudium, angestautem Zynismus? Meinem Hang den Leuten zu „helfen“, die sich nicht selbst helfen können? Oder blanker Abneigung gegenüber naiven Schulmädchen, die den Ernst des Lebens noch nicht begriffen haben wie bereits von Cindy Lauper in den 80ern und Lucilectric in den 90ern besungen?

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