Wicked is da Game

oder: don’t mess with that song!

Was Chris Isaak mit „Wicked Game“ für einen Hymnen-Love-Song schuf war 1989 noch nicht abzusehen, als es auf seinem dritten Album „Heart Shaped World“ erschien und als gleichnamige Single veröffentlicht wurde. Erst als Soundtrack in David Lynchs Film „Wild At Heart“ erreichte das Lied und das dazugehörige Sexiest Video of All-Time Aufmerksamkeit und wurde zu einem weltbekannten Hit. Es gab und gibt viele Versuche dieses Lied zu covern oder zu remixen, aber meines Erachtens ist das Lied zu perfekt komponiert, als dass irgendeine Coverversion noch etwas rausholen könnte, siehe z.B.

Novaspace haben eine schreckliche 90er Elektro Version fabriziert,

HIM ihre Love-Metal-Version, wie Ville Valo auch schon in Ermangelung an eigener Ideen das wunderschöne Duett von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra „Summer Wine“ verunstaltete

Fatboy Slim hat in seiner üblichen Manier nur ein Mash-up mit seinem Hit „Praise You“ angefertigt (was immerhin „Wicked Game“ einen gewissen Praise zukommen lässt)

– während Trentemøller eine leichte Dub-Version erstellte

REM wie die Übrigen bewiesen weniger Einfallsreichtum im Gegensatz zu

– der Schweizer Ausnahme-Videokünstlerin Pipilotti Rist, die dem Lied sich selbst-entblößend angemessenen Tribut zollt

Seit ein paar Tagen nun überschlägt sich abermals Lobgesang (hier und hier) über eine neue Coverversion, diesmal von Washed Out aka Ernest Greene mitsamt Ehefrau

totally boring, totally not convincing!

Da möchte ich auf die zwei Jungs von Turmspringer zurückkommen, die es m.E. hymnisch, respektvoll und auf die Assoziationen der Zuhörenden angelegt haben, als sie in einem Set von 2007 einfach ein Sample genutzt haben, was den Drive erhält, den Gesang weglässt und in neue Höhen schwingt. Wer nicht warten kann beim Hören ab 8:20 Min setzt es ein. Von uns für Euch

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3 Antworten zu Wicked is da Game

  1. pennapops schreibt:

    Ich bin mir sicher, Chris Isaak wäre sehr von Turmspringer angetan, die seinem Song den größten Respekt erweisen, indem sie die Melodie auseinanderreißen, seinen Gesang komplett rausnehmen und es in einem 112-Min-Set untergehen lassen.

  2. lorapops schreibt:

    Okay, soll ich Dir noch einmal das Prinzip des Samplens erklären?
    Penna ey, don’t choose Chris Isaak for your Alter Ego ts.

  3. pennapops schreibt:

    Ich bin mir dessen bewusst, dass Sampling ungleich Covern ist. Aber wenn man es tut, dann erweist man dem Urheber mMn mehr Respekt, indem man das Sample zum zentralen Motiv macht (s. Gangstas Paradise, Bittersweet Symphony, Hung Up) und es nicht irgendwo in einem 112-Min-Stück für ein paar Sekunden laufen lässt.

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